Seit 1958 pflanzten meine Eltern auf ihren Feldern Freilandpaprika.
Somit liegt mir der Duft von Paprika seit meiner Kindheit in der Nase. Entsprechend
der Sorten und Jahreszeiten weist sich dieser Duft in Geschmack und Farbe
unterschiedlich aus. Inspiriert, angesteckt und suchend habe ich als jüngstes
Kind dieses Handwerk von meinen Eltern übernommen. Zu dieser Zeit hielten
immer mehr Glashäuser und Plastiktunnel im Seewinkel Einzug. vom Geschmack
getragen war diese Art des Gemüseanbaus nie für uns ein Thema. Und
so bringen wir weiterhin unsere vielen Paradeiser, Paprika und anderes Gemüse
unterfreiem Himmel aus: dem Wind und der Sonne anvertraut, den sanften Regen
erwartend, den fleißigen Bienen in die Hand gegeben, im Sand verwurzelt
und von Steinen gewärmt, viel Zeit gegeben – wie es von je her
bei uns daheim Brauch war.

